HomeZell am See (Austria)

Winter 2006; wieder Winter; lang und kalt. Während in Niederbayern die Dächer abgeräumt werden werkeln Andi, Manfred und ich an einer Vereins-LS 4 rum. Als Andi bereits die Pläne für die nächste Saison schmiedet meint Manfred ich hätte doch noch ein paar Bilder von Zell - und die wären doch schön - und ich soll sie doch ins Netz stellen - soll ich wirklich? - JA!- und da nur Bilder auch etwas langweilig sind… Also:

Relativ kurz entschlossen fuhren Manfred L. und ich Mitte April 2005 nach Zell am See. Manfred hatte seinen neu erworbenen Mini Nimbus dabei, ich unsere 20 (danke Andi). Ich hatte etwas gemischte Gefühle. Andi meinte dass es da rundrum nur hohe Berge gibt und ich sollte gut auf die 20 aufpassen.

Zell

ASW 20L

Manfred's Nimbus 2000

Und los geht's

...blitzsauber der Remo nach

Der erste Flugtag konnte entspannt angegangen werden, da wir bereits am Abend vorher angekommen waren. Manfred machte mit Gerhard einen Überprüfungsstart, danach lies ich mir auch einen geben. Zum einem war ich noch nie in Zell, zum anderen wollte ich mal ASK 21 fliegen. Rauf - runter alles klar. Manfred hatte seinen Nimbus noch nicht geflogen und wollte erst mal ein paar Astir Starts machen. Zwischendurch hängte ich mich mit der 20 an die Remo. Armin, die gute Seele des Platzes, machte bei meinem Schlepp eine Schleppeinweisung. Nach einer Schleife schleppten sie mich im 90°-Winkel auf einen Hang zu. Genau 90° nicht ein bisschen nach rechts oder links nein, genau 90°. Hmm- die werden den Hang doch sehen? Schließlich sind sie ja zu zweit. Armin erklärte mir später die Abflugverfahren, und natürlich sahen sie den Hang.

Im ersten Bart fast an der Basis

Müßte das Tal von Hinterklemm sein, oder?

Blick Richtung Norden

Noch eine Schleife dann auf die Schmittenhöhe zu. Manfred hatte mir schon erzählt, dass hier fast immer um diese Zeit ein verlässlicher Bart steht. Als wir die Schittenhöhe erreicht hatten machte die Remo einen Satz nach oben, danach ich. Ausklinken und rechtsrum und gleich 2 Meter. Im Höhenschrieb konnte man das Ausklinken nicht erkennen. Armin hatte mich genau in den Bart gesetzt.

Der Zeller See, schön zu erkennen, daß Zell eigentlich auf einer Muräne liegt

Der Spazierflug verlief dann bei hoher Basis und gutem Steigen problemlos. Nach Osten bis zum Dachstein, dann zurück und etwas nach Norden bis Kitzbühl und über den Gerlos wieder zurück. Zwischendurch war auch Andi da. Er ist vom Geratshof mit einer Vereins- LS4 und Dirk mit dem Twin im Schlepptau nach Zell geflogen. An diesem Tag waren es bei Andi dann so 600km (glaube ich).

Bei Radstatt

… Für den nächsten Tag, Samstag, war eine Front angekündigt. Wir hofften vor der Front noch etwas fliegen zu können. Vor allem Manfred wollte seinen Nimbus 2000 reiten. Die Entwicklung nahm einen anderen Lauf. Der gegen Mittag geschleppte Blanik meldete eine Welle. Danach half ich einer LS1c beim Start. In so 50 bis 80 Meter Höhe wurde der Schleppzug von einem Rotor erfasst, welcher den beiden Flugzeugen heftig zusetzte. Die zahlreichen ortsansässigen Segelflieger nahmen daraufhin Abstand von weiteren Schlepps; dieser Meinung schlossen sich Manfred und ich auch an

Am Gerlos

Rückflug vom Gerlos

... Hauptalpenkamm

Da für Sonntag schlecht vorausgesagt war und ich Montag wieder in der Arbeit (bei Jutta) antanzen musste, brach ich meine Zelte ab und fuhr heim. Manfred hielt noch aus und wurde dafür belohnt. Am nächsten Tag konnte zwei Stunden geflogen werden. Er war wohl der einzige Segelflieger am Platz und flog seine Neuerwerbung einmal Zillertal und zurück.

Der Pinzgau von seiner schönsten Seite

Die Schatten werden länger

...und Manfred kommt auch wieder

Februar 2006