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Fast alle Flüge 2007 flog ich im Team mit Andi, so dass es entspannend und lehrreich war mal im Doppelsitzer zufliegen. Und da ich die Bilder nicht in den "luftleeren Raum" stellen wollte habe ich ein paar Zeilen dazugeschrieben.


Nimbus


Schlechte Sicht und niedere Basis

Mitte August 2007
Eher mäßiges Wetter. Laut Briefing verhältnismäßig tiefe Basis, schlechte Sicht, und auch nicht besonders starke Thermik, also in den Alpen eher schwierig und nach Osten 8/8 Bewölkung. Fazit: Lieber nicht in Berge, und wenn dann nach Westen. An unserem (fast-) Vereinsnimbus 3DT lief beim letzten Flug der Motor nicht so einwandfrei, daher sollten wir ihn ausprobieren. Drauf verlassen konnten (und wollten) wir uns sowieso nicht. Andi bot mir großzügigerweise den vorderen Sitz an, was ich angesichts der Bedingungen ebenso großzügig zurückweisen konnte.


Fast in Augenhöhe mit dem Herzogstand


Tegernsee


Schliersee

Nach dem Start gings mit max. 700 m Höhe GND (und immer einen der Flugplätze in Reichweite) Richtung Berge. Ca. 10 km vor den Alpen sahen wir auch die ersten Gipfel, weit über uns. Noch etwas Höhe tanken und dann an den Hängen des Heimgarten, Herzogstand und der Benediktenwand mit max. 1700m NN Richtung Osten. Nach Querung bei Lengries ging's weiter übern Tegernsee zum Schliersee. Da, wie vorhergesagt, die Bewölkung völlig zumachte konnte ich Andi zum Umdrehen überreden ("im Briefing hieß es doch nicht nach Osten in die Berge" "Hmm - Jaja")

Zeit umzudrehen

Etwas südlicher als am Hinweg kamen wir wieder ins Lengrieser Tal zurück. Andi entdeckt auch sofort eine Hütte, und da die Höhe eh grad schön ...

besagte Hütte

An der Notkarspitze am Hang

Einen Bart später war der Weiterflug jetzt einfacher, so dass Andi mit 180 km/h vorflog; sein Kommentar: "Strecke machen!" "Aha". Kurz vor dem Laber lies er auch einen 1m Bart stehen; "Strecke machen!" "Aha". Wenige Kilometer später fanden wir uns auf halber Hanghöhe an der Notkarspitze wieder. Als wir so am Hang rumprobierten fragte ich Andi: "Strecke machen?" "Nein, nein, jetzt Höhe machen!" "Aha". Nach ca. 15 Minuten hatte wir so 200 m gut gemacht, genug um es am Pürschling zu probieren, wo's dann genau über der Hütte abging (gut gemacht Andi!).


"üppige" Höhen in den Ammergauern


Thannheimer Tal

Allgäuer Alpen

Somit gings dann in den Ammergauern weiter Richtung Westen. Auch kamen wir jetzt zum ersten Mal über 2000m NN. Über Reutte gings dann ins Thannheimer Tal und schließlich ins Kleinwalsertal. Für mich war die tatsächliche, wie auch die "gefühlte Höhe" nicht besonders, so dass ich bei Tiefpunkten Andi gerne den Knüppel überlies.


Undefinierbare Anzeigen dieses komischen Rechners...


... und auch die Optik war mit aufliegenden Wolken nicht berauschend

Wegbegleiter

Im Kleinwalsertal machten wir noch einen Schwenk nach Süden bevor wir uns entschlossen wieder Richtung Heimat zu drehen. Beim Gleitflug machte mich Andi auf einen anderen Segler aufmerksam; "Der gleitet aber gut." Beim Näherkommen stellte es sich als Nimbus 3DM raus. Andi rückte natürlich gleich zu ihm auf und wir flogen einige Kilometer gemeinsam, bevor sich unsere Wege wieder trennten.

Am Alpenrand sah's nicht so berauschend aus, so dass wir uns auf ein längeres Gleitstück einrichteten. Tatsächlich mussten wir bis ca. 400 m GND runter bis wir wieder einen schwachen Bart zentrieren konnten. Danach war der Flug gelaufen. Da wir noch Zeit und Thermik hatten gabs, wie Andi meinte, noch eine Altherrenrunde um den Ammersee. Nach fast 7 Stunden und 400 km war's dann vorbei.

letzer Tiefpunkt

Der Motor kam übrings eine Woche später zum Hersteller zur Überholung, er wäre nicht gelaufen.

End of the day

Februar 2008