| Die nachfolgende Beschreibung stammt von
Jürgen:
Eine interessante aber arbeitsintensive Alternative zur herkömmlichen Bespannung der Holzteile mittels Folie ist die Beschichtung mit GFK. Falls Sie dieses Verfahren zur Veredelung der Oberflächen schon länger anwenden, haben Sie sicher schon Ihre eigene Methode gefunden. Aber vielleicht ist ja auch der eine oder andere Tip für Sie dabei. Wenn die Beschichtung richtig gemacht wird, ist das Gewicht der Teile unwesentlich höher als bei der herkömmlichen Folienbespannung. Je nach verwendeter Folie kann es sogar niedriger sein.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Folienbespannung werden alle Holzteile
mit GfK- Gewebe überzogen. Es hat den Vorteil, daß die Teile
anschließend problemlos lackiert werden können und eine sehr saubere
Oberfläche
entsteht. Nachfolgend beschreiben wir das Überziehen einer Flächenhälfte. Dafür benötigen Sie folgende Materialien: Glasfasermatten 25g/m2 , Epoxidharz, Porenfüller, eine Metallspachtel. Mit einem Besen werden die entsprechenden Holzteile gereinigt. Anschließend 2 mal mit Porenfüller einstreichen. Nach dem Trocknen des Füllers alle Teile mit 400er Schleifpapier glätten. Jetzt werden entsprechend große Glasmatten zugeschnitten und auf den Flügel aufgelegt. Wir beginnen mit der Unterseite des Tragflügels. Achten Sie hierbei darauf, daß die Glasmatte so glatt wie nur möglich aufgelegt wird. Jedes kleinste Staubkorn muß unter der Matte entfernt sein. Es dürfen auch keine Falten mehr enthalten sein. |
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Jetzt
wird das Epoxidharz angerührt (ca. 50g genügen) und in der Mitte
der Fläche eine Spur gezogen. Anschließend mit einer Metallspachtel,
ca. 8cm breit ( gibt's im Baumarkt im 6er Pack), von der Mitte zur Vorder-
und Hinterkante des Flügels verteilt. Vergessen Sie Pinsel,
Schaumstoffroller oder Ähnliches zum Auftragen des Harzes. Schaumstoffroller
lösen sich nach kurzer Zeit auf und verteilen sich auf der gesamten
Oberfläche. Kleine Lammfellroller haben einen ähnlichen Effekt.
Mit einem Pinsel verschiebt man das Gewebe und verursacht nur Falten. Mit
der Spachtel, Voraussetzung ist allerdings das sie absolut sauber und gerade
ist, kann man das Gewebe vorzüglich mit Epoxi tränken. |
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Wenn
sie in einem Winkel von ca. 45° gehalten wird kann man das Harz prima
in das Gewebe einpressen und erhält eine sehr glatte Oberfläche
die kaum noch nachbehandelt werden muß. Mit entsprechendem Druck (nicht
zu stark sonst quillt auf der anderen Seite das Styro aus der Beplankung)
wir die Fläche Stück für Stück abgezogen und das Harz
herausgestrichen. Das überschüssige Harz wird in den Behälter
zurückgestrichen und findet auf der Rückseite Verwendung. |
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Wenn man jetzt schräg, gegen das Licht auf die Fläche
schaut, erkennt man die Stellen wo noch zu viel bzw. zu wenig Harz aufgebracht
wurde. Damit an den Stößen des Gewebes keine Kanten entstehen,
sollte die zweite Seite der Fläche gleich im Anschluß, quasi naß
in naß, bearbeitet werden. Dazu legen Sie die Fläche vorsichtig
auf die bereits behandelte Seite, am besten ein paar Streifen Styro unterlegen,
und nach der gleichen Methode verfahren.
Mit etwas
Übung kann man das Gewebe auch so vorbereiten, daß es für
beide Seiten der Fläche ausreicht. An der Endleiste muß darauf
geachtet werden, daß das Gewebe nicht zu weit übersteht (max 0,5cm).
Es könnten sonst Blasen und Falten entstehen die nach dem Trocknen nur
Arbeit verursachen. Zum Trocknen die Fläche aufstellen, am besten die
Flächensteckung einführen, die Fläche so aufstellen das sie
nirgendwo anliegt und aushärten lassen. Wenn das Harz bereits etwas
angezogen hat (nach ca. 1er Stunde), nochmals überprüfen ob alle
Ecken sauber anliegen |
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September 2002