Twister
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| Hersteller |
Eigenbau |
| Motor |
60-80 ccm |
Spannweite |
2,85 Meter |
| Gewicht |
ca.10 - 12kg |
Profil |
NACA 2415 |
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Der Bericht wurde von Jürgen
verfasst.
Mann nehme: Irgendein Vorbild, bewährte Konstruktionsgrundlagen
und einen Haufen Arbeit in Kauf.
Als Vorbild diente beim Bau des Twisters irgendeine Cessna. Dazu noch die
Geometrie einer bewährten Schleppmaschine und ein noch bewährteres
Profil, so kann eigentlich nichts schief gehen.
Gesagt getan, es war nämlich an der Zeit ein Schleppmodell zu bauen,
das von den Flugeigenschaften mit den großen Maschinen mithalten aber
vom Handling bedeutend einfacher ist.
Flächen drauf, Servos anstecken, Tanken und los geht's war die Devise
und es ist gelungen. |
Auf dem Markt tut sich ja so einiges an Schleppmodellen dieser
Größe. Aber irgendwie war nicht das richtige dabei. Weiche, labberige
Fahrwerke, bescheidene Optik, zu schlechte Flugeigenschaften usw.
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Unsere Segelflieger wollen schnell nach oben und nicht
zusehen wie ein viel zu weiches Fahrwerk nach jeder dritten Landung nachgebogen
werden muß, oder dauernd die Luftschraube ersetzt wird weil sich die
Kiste ständig überschlägt. |
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Spannweite ca. 2,75m, Motor
62 ccm, 10 - 12 Kg Gewicht, NACA 2415 waren die ersten Eckpunkte. Schnell
war das Urmodell gebaut und die ersten Rümpfe abgeformt. Zunächst
haben wir das Modell ohne Landeklappen geflogen. Funktionierte hervorragend
bis zum tragischen Ende woran aber nicht die fehlenden Landeklappen schuld
hatten. Der uralte 62er macht seine Sache recht gut. Mit einem richtig
abgestimmten Resonanzrohr sind 20Kg Segler anspruchsvoll, aber einmal in
der Luft kein Problem für den Twister.
Beim zweiten Modell wurden 2° Schränkung eingebaut und die Neigung
um Abkippen deutlich verbessert. Außerdem wurden dem Flieger Landeklappen
verpaßt.
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Als
Steckung dient ein Alurohr von den Drachenfliegern und zusätzliche
Streben. Diese Variante hält so ziemlich jeder Flugfigur stand. Als
Nachteil hat sich das unprofilierte Seitenleitwerk entpuppt. Hier muß
leider mit entsprechendem Versteifen etwas nachgeholfen werden. Ansonsten
wird der Twister seiner Aufgabe voll gerecht. Eine Tankfüllung reicht
für zahlreiche, flotte Schlepps bis zur Sichtgrenze. Der dritte Twister
steht schon im Startloch. Mit einem 80er bleiben hier keine Wünsche
mehr offen. Ganz nebenbei sei noch erwähnt, daß der Flieger 2
Fallschirmspringer locker nach oben zieht. |
Auch wenn
der alte 62er tropft und trieft, er macht zuverlässig seinen Job,
springt sofort an und sorgt dafür das ein Segler nach dem anderen in
die Luft kommt. Während sie dann oben Thermiksuchend kreisen, freuen
sich die Fallschirmspringer auf ihren Einsatz.
Da es sich hier um eine Eigenkonstruktion handelt bleibt natürlich noch
viel Spielraum in Sachen Verbesserung. Auf dem Plan stehen noch
GfK-Randbögen, vielleicht mal ein gefedertes Fahrwerk und Vorflügel.
Wenn die Motorhaube einmal nicht zum Motor paßt, sie ist momentan optimal
um den 62er herumgebaut, machen wir eben eine Neue. Und wenn er mal in die
ewigen Jagdgründe eingeht dann Form raus und eine neue Schleppmaschine
steht bald auf den Beinen. |
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September 2002
Nachtrag:
…als Jürgen nach einem Design für Manfreds neuen Twister suchte wurde er schließlich bei Anblick des Schlafanzuges seiner Tochter fündig. Nach meiner Meinung ist das Design sehr gelungen und passt gut zu der Kennung D-emuuhh.
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Oktober 2003