Der Anfang:
Übliches Szenario an unserem Buckel. Wind - etwas Wind - fast kein Wind - jetzt doch wieder etwas mehr Wind - kurze Überlegung - Start - kein Wind. Hang nach rechts abgrasen - fallen - nach links - nichts - kurze Überlegung - aufrichten und Landeeinteilung - 15min Fußmarsch.
Und dann, so Mitte der 90 Jahre, (für die Kid's unter euch, also Ende des letzten Jahrtausends) tauchte Manfred B. mit ungewöhnlichen Requisiten am Hang auf. In der linken Hand einen Hammer in der rechten eine Tasche mit geheimnisvollem Inhalt. Erdanker reingerammt, Gummi ausgelegt und Modell fertig gemacht. Als fast kein Wind war ging zog Jörg den Gummi aus. 1 - 2 - 3 und los. Ssssssst - nach dem Aushängen eine Suchschleife, dann eingekreist und es ging ab. Uns blieb die Spucke weg. Und um uns vollends zu demonstrieren was für Looser wird sind, hängte er auch gleich einen Überflug mit anschließender Rolle dran.
Vorwort:
Wir benutzen die Gummiflitsche entweder um:
Technik:
Als Gummi benutzen wir einen üblichen Rundgummi mit 14 mm Durchmesser und 30 Meter Länge. Es hat sich bewährt den Gummi doppelt zu nehmen, also 2 Stränge a 15 Meter. Da wir die oben genannten Modelle einsetzen sind auch stärkere Gummis sinnvoll. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass keine scharfen Kanten den Gummi einritzen können.
In die Enden des Gummis haben wir runde Holzdübel (am besten konisch zugeschliffen) mit Sekundenkleber eingesetzt. Die Enden mit Stricken oder ähnlichen verbunden und einen Ring dran befestigt. Es ist darauf zu achten, dass es sich um einen geschlossenen Ring handelt.
Bei der Befestigung am Erdanker schützen wir den Gummi, indem wir einfach einen Gartenschlauch drüber ziehen.
Ich sehe es als sehr wichtig an, dass bei der Befestigung am Erdanker beim Gummi keine metallischen Utensilien verwendet werden. Falls der Gummi reißt kann sich jeder vorstellen was passiert.
Hacken:
In einigen Modellen haben wir die Hacken fest unter der Nase eingebaut. Dies hat den Vorteil, dass beim Start ein leichtes aufrichtendes Moment da ist. Die Gefahr, dass sich die Kiste vollgas in den Boden bohrt ist damit geringer. Anstelle des Hackens kann natürlich auch ein Rohr eingeharzt werden worin ein Bolzen seinen Halt findet. Unter Zug verkantet sich der Bolzen und wird ohne Zug freigegeben.
Eine andere Möglichkeit ist sich einen Hacken zu bauen, der in die Schleppkupplung eingeklinkt wird. Diese Version hat jedoch die Nachteile, dass beim Start der Segler kein aufrichtendes Moment bekommt, und auch die Funktionssicherheit der Schleppkupplung im F-Schlepp wird nicht im hohem Maße gefördert.
Start:
Wir starten normalerweise mit einem Helfer aus der Hand. Bei leichteren Modell wie zB. der Beineke ASH26 geht es aber auch problemlos allein. Mit Bodenstart haben wir keine Erfahrung. Das Ausziehen den Gummis geht leichter, wenn bereits ins Modell eingehängt ist. Zum Start schwingen wir das Modell ein paar Mal um etwas mehr Bodenfreiheit zu haben. Im oberen Scheitelpunkt lassen wir das Modell dann los. Im Clip ist das schön zu erkennen. Auch ist gut zu erkennen, dass der eigentliche Höhengewinn erst nach dem Aushängen erfolgt.