Fox |
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Irgendetwas kleines, wendiges für den Hang fehlt noch in der Sammlung. Obwohl die bisherigen Erfahrungen nicht unbedingt für dieses Flugzeug sprechen wäre ein FOX nicht schlecht. Mal stöbern, was es da so alles gibt. Hier wäre eine mit 2,80m Spannweite, klingt nicht schlecht. Aber der Preis im Vergleich zu der angebotenen Ware passt irgendwie nicht zusammen. 365 Euro und noch nicht mal die Hülsen für das Steckungsrohr eingeklebt? Zubehör extra? Zumindest muss die Nasenleiste nicht separat bestellt werden und ist sogar schon angeklebt, na immerhin. Na die Zeiten sind wohl vorbei. Stöber, stöber hier ist noch mal was. Ein Fox mit 2,55m, einem RG15 zudem gut vorgefertigt für schlappe 179 Euro, klingt ganz OK. Der Haken an der Sache, vom gleichen Vertreiber hatte ich schon mal einen FOX in den Fingern. 2,03m Spannweite, fertig bebügelt. Beim genaueren Betrachten stellte sich damals einiges heraus. Das Höhenruder musste aus dem Material einer Bananenstaude gefertigt sein. Zumindest war es annähernd so krumm. Die restliche Passgenauigkeit lies ebenfalls zu wünschen übrig. Aber trotzdem, der Versuch ist es wert und das Modell wurde bestellt. |
Verkastete Ruder |
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Auf längere Lieferzeit eingestellt erwartete mich 4 Tage nach meiner Bestellung die erste Überraschung.
Sie war da, sofort wird alles ausgepackt und in Augenschein genommen.
Meine ersten Erfahrungen mit Modellflugzeugen liegen schon etwas zurück. ARF war damals noch ein Fremdwort. Baukästen bestachen durch einen riesigen Haufen Holz. Fertig gebaute und bespannte Modelle undenkbar. Vielleicht kennen Sie es noch: Schleifen Sie den beiliegenden Balsaklotz nach Plan zu. Im Kasten war aber nur ein Balsaklotz zu finden mit dem man, mit etwas Geschick, den ganzen Flieger hätte ausschnitzen können. Im Laufe der Zeit kamen mir so einige Baukästen in die Finger. Von prima bis Schrott war alles dabei. Was ich hier betrachtete war von allerfeinster Güte. Die fertig verschliffenen Flächen sind mehr als perfekt, der GfK Rumpf, Kabinenhaube usw. tadellos. Alles ist übersichtlich und fein säuberlich in Tüten verschweißt. Zubehör, das endlich mal nicht im Mülleimer landet. Rad, Kabinenverschluss, Ruderhörner, Gabelköpfe, Kleinkram, sogar die Radachse samt Beilagscheiben und Muttern, alles dabei und vor allem brauchbar! |
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Höhenruder |
Die Flächen sind in Luftpolsterschutztaschen verpackt die diese Aufgabe weiterhin erfüllen dürfen. Eine übersichtliche und durchdachte Bauanleitung liegt ebenfalls bereit. Das Angenehme hierbei ist, alles funktioniert so wie es, trotz der zahlreichen Rechtschreipfähler, beschrieben ist. Zugegeben das eine oder andere wurde dennoch nach meiner bewährten Methode gefertigt.
Die Bohrungen für den 10mm Flächenstahl sind im Rumpf eingearbeitet und man glaubt es kaum, es passt wie angegossen. Die beiliegenden Messinghülsen müssen ausnahmsweise auch nicht nachträglich gekürzt oder ersetzt werden. Beide Querruder sind bereits verkastet und fix und fertig verschliffen. Lediglich das Höhenruderblatt muss noch herausgetrennt werden. Die Flächen, so wie sie sind, ohne die kleinste Nacharbeit mit Oracover tapeziert. Beim Seitenruder muss noch die Ausgleichsfläche angeklebt und verschliffen werden. Der Kabinenrahmen ist aus PVC und wird auch gleich angepasst. Haube drauf, zugeschnitten, passt auch wie angegossen. Die beiliegenden Holzteile sind ebenfalls von hervorragender Qualität und finden ihren Platz. |
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Der Erste Schwachpunkt wird nach dem Einmessen der EWD deutlich. Nach Angebe des Herstellers sollen es 0,5° sein. Wird das Höhenruder auf die Auflagefläche gelegt sind es plötzlich 5,0°. Ist aber halb so schlimm, ein Millimeter untergelegt und da sind die 0,5°.
Was sich viele Hersteller allerdings bei der Ausfräsung für die Querruderservos denken ist mir immer noch nicht so richtig klar. Wie so oft müssten die Servos, die hineinpassen sollen, erst noch erfunden werden. Vermutlich waren 35mm Fräser mal im Angebot. |
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Fliegen: Fliegt der Fox so wie er sich bisher präsentiert, müsste es der Knaller sein. Wenn es soweit ist wird dieser Bericht genau um diesen Teil erweitert. Bis dahin wird noch etwas Blei vorbereitet um das angegebene Fluggewicht von 1990g auf, sagen wir, erst mal knapp das Doppelte zu erhöhen. Der Flieger soll ja nicht vor jeder kleinen Böe erschrecken sondern anständig durchpfeifen. Auch interessant zu wissen, wie sich der FOX im Vergleich zum MIBO Swift anstellt.
Eins steht auf jeden Fall schon mal fest. Einen Baukasten von solcher Güte, insbesondere zu diesem Preis bekommt man nicht so oft in die Finger. Nur schade, dass die schönen FOX Aufkleber nicht dabei sind. |
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März 2003
Fliegen:
Wie steht es in der Anleitung geschrieben? Die Aufbauanleitung ist beim Aufbau …. des Modells genaustens zu beachten. Bei Schäden, die durch Nichtbeachtung der Anleitung usw. erlischt der Garantieanspruch.
Tja nur gut das ich das zumindest in einem Punkt nicht getan habe. Sonst wäre der Fox vermutlich schon hinüber. Sehr überzeugend wird der Schwerpunkt bei 50 – 55mm hinter der Nase angegeben. Bei einer Flächentiefe von 240mm kann das schon mit der „grob über den Daumen Methode“ nicht funktionieren.
Also werden 80mm als Ausgangspunkt verwendet und der Rest im Flug erprobt. Genau so hat es sich auch bestätigt. Mit einem Schwerpunkt zwischen 75 und 80mm und einer EWD von 0,5° fliegt der Fox hervorragend.
Von langsam bis flott ist alles drin. Gerade am Hang besticht der kleine Flieger durch seine enorme Wendigkeit. Bei langsamen Überflügen bleibt er brav am Ruder, etwas flotter unterwegs macht er eine Rolle nach der anderen. Etwas angedrückt geht es richtig zur Sache. Im F-Schlepp senkrecht nach oben, ausklinken und senkrecht wieder nach unten. Rollen, Loopings … das ganze Programm ist drin ohne an die Festigkeitsgrenzen zu stoßen.
Für einen Anfänger ist dieses Modell nicht zu empfehlen, der Fox will geflogen werden.
Fazit:
Wenig Geld für viel Flieger. Alle Teile, der Vorfertigungsgrad, das Zubehör, die Passgenauigkeit, vom Feinsten. Schade nur, dass die sonst sehr durchdachte Anleitung in Punkto Schwerpunktangabe so daneben liegt. Mit 50mm wird dieses Modell mit Sicherheit nicht von mir geflogen.
Flugerfahrungen FOX:
Nachdem der kleine Fox sich an unserem Lieblingshang austoben durfte ist es an der Zeit darüber zu berichten.
Vorher sollte noch erwähnt werden, dass besagter Hang rund 1000 Meter, als riesiger in die Hauptwindrichtung gerichteter Kessel sanft abfällt. Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Km/h sind durchaus drin., Optimal und ohne Turbulenzen trägt er bei ca. 80 Km/h. Die oft zitierten Scheunentore kann man hier vergessen, man bekommt sie einfach nicht an die Kante. Kurz gesagt, hier fliegt wirklich alles.
Conrad Fox und MIBO Swift konnten also ihre Kräfte Messen.
Obwohl sich der Fox in dem riesigen Kessel fast verliert, ist er das meistgeflogene Modell. Grund dafür ist seine enorme Wendigkeit. In jedem Geschwindigkeitsbereich liegt er brav am Knüppel und vollzieht alle nur erdenklichen Flugmanöver. Auch bei heftigstem Rudern ist er nicht an seine Festigkeitsgrenzen gestoßen. Senkrecht, bis an die Sichtgrenze nach unten, voll durchziehen und wieder hinauf, alles kein Problem. Über der Hangkante einparken Rolle links, Rolle rechts, Rolle links, Rolle rechts ........ und alles auf der Stelle, dem Kameramann hat es am Besten gefallen.
Speziell an diesem Hang wäre mir allerdings eine geringere EWD lieber gewesen. Im Rückenflug muss man doch schon gut nachdrücken, um nicht aus der Spur zu geraten. Für unsere heimischen Hügelchen ist man aber auf der sicheren Seite.
Irgendwann hat sich noch der Swift dazugesellt und es konnte richtig losgehen. Bei der Höchstgeschwindigkeit kann er mit dem Fox nicht ganz mithalten, wobei es wirklich nur sehr minimal ist. In allen anderen Dingen sind die beiden Flieger absolut ebenbürtig und keiner nimmt dem anderen etwas weg. Sogar das kräftige Nachdrücken haben sie gemeinsam, vielleicht liegt es ja am identischem Profil. Lediglich der Rumpf ist beim Swift stabiler, eine zusätzliche Lage Gewebe könnte dem Fox nicht schaden.
Die fehlenden Störklappen haben sich auch nicht unbedingt als Nachteil herausgestellt. So einen handlichen Segler kann man auch problemlos ohne Klappen landen, dies ist allerdings Geschmacksache.
Eines ist jedoch aufgefallen, ein Bekannter hat sich den selben Fox vom gleichen Vertreiber zugelegt. Der Baukasten war von deutlich schlechterer Qualität. Abgeschlagene Flügelenden, weicher Rumpf, nicht besonders gut verschliffene Flächen. Offensichtlich gibt es hier signifikante Unterschiede.
In eigener Sache.
Seit dem Erwerb der großen ASW 20 ist es um Grossegler.de etwas ruhig geworden. Dies soll sich in Zukunft ein wenig ändern. In Arbeit ist momentan ein Bericht über einen Ventus 2c mit 4,50m Spannweite, zudem sollen Tipps und Tricks um einige Punkte erweitert werden. Z.B. Herstellung von GfK Hülsen und das leidige Thema der Befestigung von Fahrwerksklappen.
Vielleicht schreibt uns Andreas einen Bericht über seinen 5 Meter Fox.