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| Jürgen hat seinen 5m Twin Astir von der reinen Seglerversion zu einem Elektrosegler umgebaut. Nachdem dies offensichtlich gut funktioniert, hat er seinen neuen Duo Discus gleich mit Elektromotor ausgerüstet. Da Jürgen unser Haupt-Schlepppilot ist sehe ich es allerdings etwas mit Sorge, dass er zunehmend gefallen an dieser Sparte findet. Hier sein Bericht
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| Modell |
Twin Astir |
| Hersteller |
Gewalt/Eigenbau |
| Maßstab |
1:4 |
Spannweite |
5 Meter |
| Gewicht |
8 kg |
Profil |
Eppler 201 |
Zellenzahl |
24 |
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| Modell |
Duo Discus |
| Hersteller |
Gewalt/Eigenbau |
| Maßstab |
1:4 |
Spannweite |
5,14 Meter |
| Gewicht |
10,5 kg |
Profil |
HQ 3/14 |
Zellenzahl |
26 |
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Optimale Wetterbedingungen, Thermik ohne Ende und alle Segler wurden nach oben geschleppt. Spätestens jetzt hat der Schlepppilot ausgedient und wird zudem noch schräg angeschaut, wenn er mal ein wenig die Ruhe stört.
Um dieser Situation aus dem Wege zu gehen wurde der Entschluss gefasst einen Segler zu elektrifizieren. Die Gewalt Grob G 103 musste als erstes dran glauben. Der Einbau eines Klapptriebwerkes schied wegen des enormen Aufwandes von vorn herein aus.
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Der Grob wurde kurzerhand die Nase entfernt und wenig später konnte der Motor unter Berücksichtigung von Sturz und Zug Platz nehmen.
Als Antrieb dient ein bürstenloser Kontronik Fun 600-15 mit 5,2:1 Getriebe. Die Energie der 24 2400er Zellen wird von einem Drehzahlsteller 3SL 40-14-32 ebenfalls von Kontronik stufenlos an den Motor abgegeben. Im Moment wird mit dieser Konfiguration eine 15/9.5 Klappluftschraube von Graupner angetrieben.
Der Umbau vom reinen Segler auf die Elektroversion hat ein Mehrgewicht von lediglich 400g mit sich gebracht. Die Flugeigenschaften verändern sich dadurch in keinster Weise. Der Antriebsakku ist mit Silikon auf einem Brett befestigt und verbleibt im Modell. Um keine Zeit zu vergeuden wird er bereits vor der Fahrt zum Fluggelände geladen.
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Fliegen:
Mit Handstart ist hier natürlich nichts mehr zu machen. Aus diesem Grund wird das Modell mittels Gummi gestartet. Er wird an einem Haken, kurz vor dem Bugrad, eingehängt. Nachdem der Gummi so weit gespannt ist bis sich die Nase der Grob von alleine vom Boden abhebt ist die nötige Spannung erreicht.
Obwohl der schon etwas betagte Gummi bei jedem Start deutlich länger wird dafür aber an Zugkraft beträchtlich abnimmt lässt sich die Grob problemlos, ohne fremde Hilfe, in die Luft befördern. Ist das Modell in seinem Element geht es mit Volldampf nach oben. Die Steigleistung ist nicht unbedingt atemberaubend reicht aber vollkommen aus.
Mit einer Laufzeit von 30 - 40 Sekunden ist die notwendige Ausgangshöhe erreicht. Findet man sofort Thermikanschluss wird der Antrieb nicht mehr benötigt. Lässt einen die Thermik im Stich, hat man mindestens noch 4 - 5 mal Gelegenheit neu einzusteigen.
Wer sich mit der Optik der Luftschraube nicht anfreunden kann dem sei gesagt, ist das Flugzeug erst mal 50 Meter entfernt, muss man schon genau hinsehen um den Propeller zu erkennen. Sollte doch einmal eine Schleppmaschine zu Verfügung stehen, Propeller runter und die abgetrennte Rumpfspitze aufgesteckt. Schon hat man wieder ein unverfälschtes Segelflugzeug.
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Beim 5,14m Duo Discus arbeiten die selben Antriebskomponenten. Allerdings kommen hier 26 3000er Akkus zum Einsatz. Bei identischer Startmethode verleihen sie dem Modell, zumindest subjektiv, die Steigleistung der Grob.
Da der Erstflug des Duo Discus an einem kalten, ekeligen Novembertag erfolgte steht bisher eines fest. Die Flugeigenschaften des Duo Discus sind schlicht und einfach gigantisch. Obwohl von Thermik nicht die geringste Spur, dauerte es fast eine halbe Stunde er zur Landung einschwebte. Hätte es nicht so viel Spaß gemacht ständig in geringer Höhe über den Platz zu pfeifen wäre sicherlich noch mehr drin gewesen.
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Fazit:
Der Einbau der beschriebenen Komponenten bedeutet einen nicht unerheblichen Kostenfaktor.
Stundenlanges, vergebliches Warten auf eine Schleppmaschine kostet Nerven.
Ein Propeller an einem Segler dieser Klasse ist Geschmacksache. Eins steht jedoch fest, das System arbeitet so zuverlässig, dass selbst den eingefleischten Seglerfreaks die Gegenargumente ausgegangen sind.
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Was ist zu beachten?
- Offengesagt habe ich einen Heidenrespekt vor allen E-Motoren. Ich achte ich immer penibel genau darauf, dass beim Scharfmachen der Gashebel auf "Motor aus" steht.
- Man kann sich auch noch so viel Mühe geben die Stecker des Antriebsakkus nicht zu verwechseln. Ich klemme immer ein Stück Balsaholz zwischen den Plus und Minusstecker des Akkus. So verhindert man, dass versehentlich die Falschen zusammengesteckt werden. Ein Kollege hatte dies mal geschafft, zu seinen verbrannten Fingern breitete sich auch noch ein übler Geruch von verschmorten Kunststoff aus.
- Beim Flitschenstart gibt es kein zurück. Gaswegnehmen ist nicht, wenn der Gummi erst mal zieht hört er nicht auf, egal was im Weg steht. Bisher ist erst ein Startversuch fehlgeschlagen. Die Grob hatte sich mit einem Randbogen im hohen Gras verheddert. Schlagartig lag sie auf dem Dach und polterte über die Piste.
- Der Motor sollte mit dem dafür vorgesehenen Gashebel betätigt werden. Irgendwelche Schieberegler oder Schalter dafür vorzusehen führen in kritischen Situationen zu gefährlichen Suchaktionen an der Anlage.
- Nach der Landung sofort Antriebsakku abstecken, man weiß ja nie.
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Wie geht es weiter?
In der Saison 2004 wird eine neue Antriebsvariante getestet. Ein Vereinskollege fertigt in Kleinserie sehr edle LRK´s. Diese Außenläufer überzeugen mich in ganzer Linie. Sie sind nicht nur äußerst präzise gefertigt, sondern auch noch mit Materialien der gehobenen Klasse ausgestattet. Das Leistungsniveau seiner Motoren ist wirklich enorm.
Wer sich über seine LRK`s informieren möchte findet Informationen unter folgender Adresse: http://home.arcor.de/wadlpower/
Am Antriebskonzept wird sich nicht viel Ändern. Der LRK kann in der kommenden Saison beweisen was in im steckt. Um nicht auf subjektive Eindrücke zurückzugreifen wird ein neu installierter Datenlogger in Zukunft verlässliche Messwerte liefern.
Eines steht jedoch fest, der bisher verwendete Startgummi geht in den verdienten Ruhestand und wird ersetzt.
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