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| Hersteller |
Schempp-Hirth |
| Maßstab |
1:1 |
Spannweite |
20 Meter |
| Leergewicht |
ca. 445 kg |
Profil |
HQ-31-A/XX |
Gleitzahl |
45 |
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Obwohl diese Seiten dem Modellflug gehören, möchte ich den Mitflug in einem Duo-Discus beschreiben. |
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Andi, seit vielen Jahren ein sehr guter Modellfliegerkollege lud mich zu einem Mitflug im Duo ein. Da es unter der Woche war musste ich einen Tag Urlaub spendieren, allerdings hat sich dieser Tag rentiert. Morgens erzählte der Segelflugwetterbericht was von guter Wolkentermik und zusätzlich hat der Duo einen Flautenschieber im Bauch. Die Vorfreude hatte damit kaum noch Grenzen.
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Unser Logenplatz für die nächsten sechs Stunden
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Da wir den einzigen Flug des Tages machten, mussten wir noch die Winde aufbauen, Seile ausziehen und natürlich den Duo fertig machen. Ein Vereinsmitglied für die Winde und auch ein Flächenhalter ermöglichten uns den Start um 12 Uhr.
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Fast direkt auf Kurs lag mein Wohnort
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Wir hatten vorsichtshalber beide Seile ausgelegt um evtl. bei einem Absaufer gleich nochmals starten zu können. Allerdings war die Sorge unbegründet. Wie uns der Windenfahrer später sagte lösten wir den Bart offensichtlich selbst aus, der uns von der Ausklinkstelle zuverlässig an die Basis von ca. 1800 Meter nn trug. Der Startplatz lag südlich von Landsberg, Oberbayern, so dass wir uns nach kurzer Diskussion entschlossen Richtung Alpen zu fliegen. Andi wollte das Hörnle, Laber, Garmisch usw. kennen lernen, da er dort noch nicht im Segler war. Diese Gegend kenne ich aus meiner aktiven Segelfliegerzeit sehr gut, und daher durfte ich für diesen Teil die Navigation übernehmen. Der Vorteil an dieser Strecke liegt auch darin, dass zwei Flugplätze fast auf Kurs liegen.
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Einstieg in die Alpen übers Hörnle
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Der Weg zu den Alpen war heute sehr einfach. Zwischendurch durfte ich mal kurbeln. Da ich einige Jahre nicht mehr geflogen bin waren ein paar Eingewöhnungskreise nötig, danach gings aber wieder gut. Der Duo kurbelt sich eh schön und gleitet super. Es war erstaunlich für mich, wie leicht und angenehm sich dieser 20 m Vogel fliegen lässt. Kurz vor dem Hörnle konnten wir noch ein paar Meter mitnehmen um problemlos über die Gipfel zu fliegen. Der nächste Bart war fast genau über dem "Wellenberg" in Oberammergau. Zu meiner Verwunderung war kein einziger Gleitschirm am Laber zu sehen. Danach querten wir zum Estergebirge und flogen so etwa in Gipfelhöhe entlang zum Wank, wo an der Südseite ein schwaches Steigen zu finden war. Da wir nichts besseres hatten nahmen wir den Bart mit bis zur Basis. Während des Kurbelns hatten wir Zeit uns über den Weiterflug zu unterhalten.
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dann am Estergebirge entlang
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Die Bewölkung war für meinen Geschmack relativ viel und die Gipfel des Wettersteins mit Zugspitze und Alpspitze waren in Wolken. Mit der Hoffung, dass die Basis weiter in den Alpen ansteigen würde flogen wir am Wetterstein und Mieminger vorbei ins Inntal. Die Versuche unterwegs noch einen Bart aufzufinden schlugen fehl, jedoch war unsere Höhe mehr als reichlich sicher ins Inntal zu kommen.
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Anflug auf den südlichen Ausläufer des Wanks bei Garmisch
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Jahre zuvor war ich als Flugschüler mit Lehrer einmal im Inntal. Wir waren damals auf der Suche nach Wellenaufwinden, und konnten tatsächlich bei Föhnlage den Einstieg in die Welle bei Innsbruck finden. Ich war auf den Flug nicht vorbereitet und kann mich noch immer lebhaft an die Anzeige von -19 Grad erinnern, wobei meine Sandalen keinerlei wärmenden Effekt mehr hatten. Heute dagegen war mir mehr als warm in meinen Turnschuhen. In der Hoffnung gleich an den Bergen nördlich von Innsbruck, der Nordkette, Höhe machen zu können flogen wir sehr zielstrebig ins Inntal.
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Freude im Inntal
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Allerdings konnten wir nichts rechtes finden. Da wir stetig an Höhe verloren bot Andi mir großzügig an ich dürfe mir einen Bart suchen. Leider war nichts zu finden. Auch zwei Segelflugzeuge, vermutlich aus Innsbruck, die wir unter uns sehen konnten hatten kein vernünftiges Steigen. Nach Diskussion drehte ich dann wieder nach Westen, da dort mehr Einstrahlung herrschte. Immer noch nichts. Manchmal kann das ‚wääää' des Varios ganz schön nerven.
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Kurbeln im Inntal, westlich von Innspruck
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Nach mehreren vergeblichen Versuchen Steigen zu finden, flog ich eine gut eingestrahlte Rippe an, bei der an der Südostseite einiges an Gestein abgerutscht war, und damit das helle Gestein in Gras und Waldumgebung ins Auge stach. Zuerst zwar etwas mühsam konnte ich dort wieder Steigen zentrieren. ‚Piep piep piep' klingt viel besser. Ein paar Hundert Meter höher übernahm dann wieder Andi, während ich mir einen Müsli-Riegel genehmigte. Er verlagerte und zentrierte nochmals nach und wir hatten den besten Bart des Tages. Es bestand noch etwas Unklarheit über den Weiterflug. Da die Gipfel der Nordkette in Wolken waren, und die Optik nach Norden (Rückweg) nicht berauschend war beschlossen wir nicht weiter in die Alpen reinzufliegen.
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Der Hahnenkamm bei Reutte, beim Einflug in Tannheimer Tal
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Wir folgten dem Inntal bis zum Fernpass wo ich uns wieder an die Basis schrauben konnte. Südlich an Lermoos vorbei hatten wir mehr als genug Höhe für Reutte. Auf halber Strecke Lermoos - Lechtal versuchte ich über einen grasbewachsenen langgezogenen Südwesthang erneut einen Bart zu finden. Andi meinte, dass sich der Buckel sicherlich gut zum Modellfliegen eignen würde, jedoch müsste man sicherlich mehrere Stunden Anmarsch in Kauf nehmen. Als ich nur mühsam Höhe machen konnte übernahm Andi und natürlich konnte er den Bart besser zentrieren und besser steigen. Jetzt gings übers Lechtal ins Tannheimer Tal südlich an den von Gleitschirmfliegern belagerten Neunerköpfle vorbei. Dank ganz guter Bärte gings ohne Anstrengung fast immer an der Basis weiter ins Kleinwalsertal. Bei Hohenstaufen flogen wir dann mit Nordkurs wieder aus den Alpen heraus.
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Das Neunerköple mit den obligatorischen Gleitschirmen
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Die im Flachland anfänglich guten Aufwinde ließen immer mehr nach. Auch mussten wir oft mehrere Wolken anfliegen bis wir Steigen zu fanden. Die fortgeschrittene Tageszeit machte sich langsam bemerkbar. Andi wurde immer ruhiger. In Gegend von Illerissen drehten wir endgültig auf Heimatkurs und versuchten nur noch heimzukommen. Nach einigen schwachen Hebern sagte das GPS zwar eine Ankunftshöhe von 150 Meter voraus, jedoch war ein kleiner Schlenker um eine Kontrollzone und der kleine Hang am Platz zu berücksichtigen. Dazu lösten sich die Wolken fast vollständig auf. - Alles in allem- es reichte nicht.
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Andi fragte ganz beiläufig, "ob wir da vorne noch über'n Grat kommen?"
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Es war ungefähr 20 Minuten vor sechs, der Segelflugwetterbericht sagte das Termikende bei uns um sieben Uhr voraus - es musste noch was kommen. Und tatsächlich konnte Andi, der den Knüppel die letzte halbe Stunde nicht mehr hergab, einen 1,5 m Bart zentrieren. Danach gings so mit 180 km/h heim. Nach sechs Stunden und einer Minute Spazierflug setzte Andi den Duo, nach einem Überflug, butterweich auf die Graspiste.
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wieder aus den Alpen draußen, über den zur Zeit stillgelegten Flugplatz 'Memminger Berg'
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Nach dem letzten Bart...
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...jagt Andi den Duo über die letzten Kilometer
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