HomeASW 20 

Das Modell gehört Manfred B. & Jörg

Vorwort:

Die ASW 20 wurde 1993 gekauft, mußte dann allerdings "ablagern" und konnte erst ein Jahr später geflogen werden. Der Grund für diese Verzögerung lag in der massiven Aufstockung der Flotte von Manfred und Jörg. Gleichzeitig waren nämlich die 4m Modelle Twin Astir, Discus, LS7 und die 3m ASW 24 in Bau.

Hersteller Gewalt
Maßstab 1:3,5

Spannweite

4,8 Meter
Gewicht ca. 8kg

Profil

HQ 3/14
Baukasten:

Der erstandene Rumpf stammte aus der alten Eismann-Form. Bei genauem Betrachten im Gegenlicht ist eine leichte Welligkeit der Oberfläche erkennbar. Die Stabilität ist ausgezeichnet und ohne den Einsatz von Kohle bei vernünftigen Gewicht kaum besser zu machen. Wie bei allen Rümpfen vergilbt die Oberfläche leider im Laufe der Zeit. Das Profil HQ 3/14 ist angeformt.

Die Höhenruderauflage war für ein Gfk-Leitwerk vorgesehen. Für das verwendete Sandwitch-Leitwerk muß die Auflage neu erstellt werden. Dabei wurde 1.5 Grad EWD eingestellt.

Hervorzuheben ist die Stabilität des Übergangs Rumpf-Seitenflosse. Dort sind bis jetzt keinerlei Lackrisse aufgetreten. Die einzige bis jetzt aufgetretene Beschädigung ist ein durchgeschiffener Sporn, Zeichen intensiven Gebrauchs.

Bau:

Der Bau stelle, bis auf die bereits erwähnte Höhenruderauflage, Gewalt Standard dar. Die Servos für Querruder und Wolbklappen sitzen in den Flächen, das Klappenservo wurde im Rumpf installiert. Dies erspart einen Servokanal. Neben den üblichen Spanten wurde ein Eigenbau Einziehfahrwerk mit 100mm Rad im Rumpf installiert. Eine einmal verlorene Fahrwerksklappe stellte die letzten 10 Jahre die einzig Beschädigung dar.

Das anfänglich mißtrauisch beäugte Seitenruder, voll aus Balsa gefertigt, ist ausreichend Stabil und funktioniert ohne Probleme.

Der Kabinenhaubenrahmen ist sehr stabil und auch nach längerer Zeit gut passend, mit Scale-Instrumentenpilz. Jörg machte einen Scale-Ausbau des Cockpits, wozu die Eigenanfertigung der Sitzwanne nötig war.

Die Kabinenhaube war aufgrund des spröden Materials schlecht zu bearbeiten. Besonders beim Schneiden neigte sie zum springen. Ein (ungeplanter) Abwurf der Haube ging ohne Beschädigung von sich.

Dem Bausatz lag ein perfekt verschliffenes, balabeplanktes Höhenruder bei, welches sich sehr gut gewährt hat.

Die Styro/Abachi Flächen waren fast perfekt, bis auf eine Delle auf der Oberseite zwischen Flächensteckung und Landeklappen. Diese Delle mußte gespachtelt werden, ansonsten waren die Flächen lackierfertig. Die Ruder mußten noch verkastet werden. Manfred versiegelte die Ruder mit eingedicktem Harz. Um die auftretenden Torsionskräftem in den Rudern abzufangen wurde vom Hersteller ein 3mm Alurohr eingebaut. Die Torsionsteifigkeit reicht für das verwendete HQ 3/14 völlig aus. Auch die Rundstahlsteckung (12mm) machte bis jetzt keine Probleme. Die 370 mm Störklappen waren betriebsfertig angelenkt. Nur die Abdeckungen mußten noch angebracht werden. Einzig könnten die Wölbklappen noch näher an den Rumpf reichen.

Die Flächen besitzen eine gute Festigkeit, und obwohl sie sich zwar bei Belastung durchbiegen war Torsion bis jetzt kein Thema. Trotz des Spiels, das sich im Laufe der Jahre auf den Querrudern eingestellt hat, flatterte die 20 bis dato noch nicht. Auch ist sie das einzige Flugzeug von uns, in dem die Volz-Servos noch nicht (gegen andere Fabrikate) getauscht wurden.

Die Flächen wurden mit DDS - Lack lackiert. Anzumerken ist noch, dass das gleichzeitige lackieren der Flächen und das anpassen der Höhenruderauflage zu einer waren "Schleiforgie" ausartete. Aus heutiger Sicht würden wir den Rumpf gleich mitlackieren, damals fanden wir das nicht für nötig.

Der Erstflugflug erfolgt am Snoopy II mit 35 ccm Quadra-Motor, der (bei sauberem Flugstil) völlig ausreichend war. Zum Fliegen irgendwann mehr...

September 2003