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Hersteller D. Schmitt / Eigenbau
Maßstab 1:3,6

Spannweite

4,44 Meter
Gewicht ca. 10 kg

Profil

E 203-201

Das Modelel gehören Jürgen und Manfred L.
Der Text wurde von Jürgen verfassst.

Eine ASK 13 hatten wir schon lange im Auge. Unter diversen Anbietern haben wir uns für die Version von D. Schmitt aus Velbert entschieden. Maßstab 1:3,6 ergibt eine Spannweite von 4,44m und eine Rumpflänge von um die 2,30m. Diese Abmessungen versprechen ein transportables und auch optisch sehenswertes Modell.

Rumpf, Verglasung, Pläne wurden im Doppelpack geordert und wenig später in Empfang genommen. Die erste Begutachtung ergab ein durchaus zufriedenstellendes Bild. Hier und da ein paar Lunker in der Deckschicht. Wer aber selbst schon mal einen Rumpf hergestellt hat weiß, daß man es erst mal so gut hinbekommen muß und für diesen Preis kann man mehr als zufrieden sein. Außerdem wird die ASK sowieso lackiert und wer solche Modelle baut wird ja wohl noch ein paar Löcher zuspachteln können.

Beim Bearbeiten der riesigen aber sehr schönen Kabinenhaube wurde es anspruchsvoll. Das verwendete Material ist extrem spröde und nur mit größter Vorsicht zu behandeln. Vorsichtig wurde mit einer entsprechenden Schere Stück für Stück abgetrennt. Anschließend ein Haubenrahmen aus Sperrholz/ Kohlefaser erstellt und schon sitzt die Haube passgenau auf dem Rumpf.

Seiten- und Höhenleitwerk aus Styro ausgeschnitten, mit 1mm Balsa beplankt und angepaßt. Zum ersten Mal wurden die Dimensionen dieses Modells erkennbar.

Es folgten die üblichen Einbauten für Servos, Akkus etc. Hier bevorzuge ich die sparsame Variante. Ein Brett aus 5mm mehrfachverleimten Sperrholz reicht hier völlig aus. Mit etwas Glasgewebe am Rumpf verklebt kann nichts schiefgehen. Aufwendige Konstruktionen mit Spanten Verstärkungen usw. halten mit Sicherheit jedem Absturz stand. Nützt aber nichts wenn der Rest des Modells demoliert ist. Das Seitenruderservo ist mit Silikon an der Rumpfseitenwand verklebt. Dem ein oder anderen ein Greuel aber mit dem richtigen Silikon hält es Bombenfest.

Flächen:

Jetzt ging es an das Schneiden der Tragflächen. Aber welches Profil sollte verwendet werden? Begeistert von den Flugeigenschaften meiner K8b war diese Frage schnell beantwortet. Hier sieht der Rumpfhersteller für die ASK das selbe Profil wie bei der K8b verwendet vor. Eppler 203 auf Eppler 201wird es werden. Auch diese Arbeit ging rasch von der Hand und bald waren die Kerne fertig zum Beplanken. 1mm Abbachifurnier mit 160er Glasgewebe wurden auf die mit Kiefernholmen verstärkten Kerne mittels Foliensack gepreßt.

Nach dem Aushärten die vorher fix und fertig eingesetzten Störklappen ausgeschnitten und die ganze Sache verschliffen. Die Hülsen für den 16er Rundstahl sowie die Servos nebst Anlenkungen für die Störklappen waren schon beim Aufbau mit eingesetzt worden. Die ASK 13 typische Wurzelrippe wurde aus Styro geschnitten und mit eingedicktem Harz angeformt, Randbögen verklebt, Querruder fertiggestellt und schon konnte es an das Bespannen mit Oracover gehen. Der Rumpf mit 2K Lack lackiert und fertig.

Da steht sie nun in ganzer Pracht und nach dem nochmaligen Vermessen aller Werte stand dem Erstflug nichts mehr im Wege. Im F-Schlepp sollte sie nun beweisen was in ihr steckt. Perfekter Erstflug, keine Zacke nachgetrimmt fliegt sie Bolzengerade hinter der Schleppmaschine her. Ausklinken und der erste, ausgedehnte Flug verlief absolut problemlos. Vielleicht etwas zu flott unterwegs entschloß ich mich die EWD zu vergrößern. Nach und nach tastete ich mich an den heutigen Wert von 1,3° heran, dazu den Schwerpunkt noch entsprechend angepaßt und genau so muß eine ASK 13 mit rund 10Kg fliegen.

Sicherlich ist diese ASK 13 von den Abmessungen nicht die größte ihrer Zunft. Was aber die Flugeigenschaften und die Optik betrifft, kann sie mit den dicken Brocken locker mithalten.

Die ASK 13 fliegt äußerst gutmütig, nimmt alle Steuerbefehle ausgesprochen willig an und überzeugt in ganzer Linie. Kreisen in der Thermik wird zur waren Freude, sofort nimmt sie auch schwache Bärte an und setzt sie in Höhe um. Besonders beeindruckend ist die Wirkung der Störklappen, keine Tendenz zum Wegsteigen oder Durchsacken. Werden die Klappen ausgefahren geht sie brav auf die Nase, nimmt Fahrt heraus und mit gefühlvollem Ziehen sind Landungen auf dem Sporn problemlos. Wer gerne mit viel Speed unterwegs ist, ist mit dieser Konfiguration der ASK 13 schlecht beraten. Hier kommen die Liebhaber von originalgetreuem Fliegen voll auf ihre Kosten. Ruhig und schon fast behäbig dreht sie am Himmel ihre Kreise. Der verwendete Profilstrack ist für dieses Modell ein Volltreffer.

Zugegeben, viel Lob für dieses Modell aber mit Recht

September 2002